Aktuelles

Ein Herbst im Zeichen Dostojewskis

Pünktlich zur Herbstbuchmesse 2016 erscheinen gleich zwei Meisterwerke der russischen Literatur in der Übersetzung von Alexander Nitzberg: Fjodor Dostojewskis berühmter Roman Der Spieler oder Roulettenburg in der neuen Klassikerreihe bei dtv und bei Matthes und Seitz Georgij Iwanows  Schrift Zerfall des Atoms, die der  bedeutende Exildichter 1937 in Paris schrieb und damit eine originäre russische Version des französischen Existentialismus schuf (noch  vor Sartre und Camus!). Wie  Boris Sawinkows Roman Das fahle Pferd, steht auch Iwanows zersetzende Prosa in der direkten Nachfolge Dostojewskis.

 

Achmatowas Vermächtnis

Das letzte Meisterwerk von Anna Achmatowa, das Theaterstück Enuma elisch (auch bekannt unter den Namen Prolog oder Traum im Traum) wird in der Übertragung von Alexander Nitzberg in Wien uraufgeführt. Das Serapions Ensemble unter der Leitung von Erwin Piplits hat das Stück aus seinem Dornröschenschlaf wachgeküßt. Die Weltpremiere findet statt am 8. April 2016 im Odeon Theater.

 

Das fahle Pferd im literarischen Quartett

Am 6. November 2015 wird Boris Sawinkows Roman Das fahle Pferd in der Neuauflage des Literarischen Quartetts besprochen. Mit Volker Weidermann, Maxim Biller, Christine Westermann und (als Gast) Ursula März. 23 Uhr, ZDF.

Die Sendung (ab 14:09)

 

Der Roman eines Terroristen

Soeben erschien beim Galiani Verlag Berlin Alexander Nitzbergs Übersetzung des Romans von Boris Sawinkow Das fahle Pferd, den der berühmte Berufsterrorist unter dem Pseudonym W. Ropschin 1908 in Paris verfaßt hat. Ein zutiefst psychologisches und existentialistisches Werk in der Tradition Fjodor Dostojewskis.

Rezensionen:

Die Zeit

Die Zeit (Österrich)

Zeit online

Der Standard

NZZ

Wiener Zeitung

Falter

Neues Deutschland

ORF Kulturjournal

WDR 5, Scala

Ex libris

Die Welt

Deutschlandradio Kultur

Ö1 Diagonal (ab 1:17)

Lesart

Deutsche Welle

Spiegel online

Octopus Magazin

Wiesbadener Kurier

radioeins rbb (ab 43 Min.)

Links!

Jungle World

Sezession

Muromez (Rezension)

Muromez (Interview)

 

Edmund Spensers Sonette jetzt bei Insel

Der seinerzeit bei Jung und Jung publizierte Band Die Lilienhand mit sämtlichen Sonetten des großen Elisabethaners Edmund Spenser (1552-1599) ist nun auch als wunderschöner Insel-Band erhältlich.

Rezensionen:

WDR5

 

Read Russia-Preis für Übersetzung von Meister und Margarita

Auf dem 3. Internationalen Übersetzerkongreß in Moskau 2014 wurde Alexander Nitzberg für seine Übertragung von Michail Bulgakows Roman Meister und Margarita der Read Russia-Preis verliehen. Es handelt sich hierbei um die höchste Auszeichnung der Russischen Föderation für Leistungen auf dem Gebiet der literarischen Übersetzung.

 

Jane-Scatcherd-Preis für Übersetzung von Meister und Margarita

Auf der Frankfurter Buchmesse 2013 wurde Alexander Nitzberg mit dem Jane-Scatcherd-Preis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung für die Übersetzung des Romans Meister und Margarita von Michail Bulgakow ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit den Worten: ”Nitzberg hat für Michail Bulgakows Meisterwerk Meister und Margarita eine großartige Sprache gefunden, die so frisch ist wie packend. Mit seiner fulminanten Neuübersetzung dieses Klassikers der russischen Moderne legt er eine Fassung vor, in der der Reichtum und die Differenziertheit von Bulgakows Sprachebenen auch im Deutschen aufgehoben sind.”

 

Meister und Margarita für den Leipziger Buchpreis 2013 nominiert.

Die Übersetzung  des Michail-Bulgakow-Romans Meister und Margarita von Alexander Nitzberg wird für den diesjährigen Leipziger Buchpreis in der Kategorie Übersetzung nominiert. Die Begründung der Jury lautet: “Alexander Nitzbergs Übersetzung eines der Hauptwerke der russischen wie der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts, Michail Bulgakows Meister und Margarita, entwickelt einen ganz neuen schnellen und farbigen Sprachduktus, der dem Handlungs- und Figurenreichtum und den schnell wechselnden Szenarien und Stimmen des Romans auf originelle Weise gerecht wird.”

 

Meister und Margarita neu übersetzt von Alexander Nitzberg

Nach fünfjähriger Arbeit ist nun die Übertragung des weltberühmten Romans von Michail Bulgakow (1891-1940) Meister und Margarita beendet und erscheint Mitte August 2012 bei Galiani Berlin. Die neue Übersetzung möchte vor allen Dingen die modernistische Expressivität und Sprachkunst des Originals im Deutschen nachgestalten. Sie betont  das poetische Element des Werks. Der Band ist mit zahlreichen Kommentaren versehen. Das Nachwort stammt von der diesjährigen Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe. Die  Fotokollagen des Wiener Künstlerpaars Ekaterina Shapiro-Obermair und Wolfgang Obermair unterstützen das ästhetische Gesamtkonzept des Buchs. Der Verlag veranstaltet eine Lesereise.

Im Oktober 2012 wurde die Übersetzung auf der Bestenliste des ORF plaziert, im Januar 2013 auf der Bestenliste des SWR.

Alexander Nitzberg auf der Frankfurter Buchmesse im Gespräch mit Ernst A. Grandits bei 3Sat

Weitere Rezensionen:

ORF Kultur

Deutschlandradio Kultur (zum Nachhören)

BR, Diwan Büchermagazin (zum Nachhören)

Der Lektüretipp

Jakob Hein in Radio eins (zum Nachhören)

ORF Kultur

Kulturradio

Radio Bremen

Tiroler Tageszeitung

WDR 3, Mosaik (zum Nachhören)

Buchmarkt

FAZ (Zusammenfassung)

NZZ

3Sat (Gespräch mit Ernst A. Grandits)

Deutsche Welle (auf Russisch)

Globe

Globe (Interview)

Deutschlandradio: Büchermarkt

SWR Literatur im Foyer

Trailer Kultur. Kino. Ruhr.

Tagesspiegel

Chrismon

PNN

 

Neuer Gedichtband von Alexander Nitzberg

Anfang 2012 ist der neue Gedichtband von Alexander Nitzberg “Farbenklavier” im Suhrkamp Verlag erschienen. Heimlicher Einflüsterer dieser Verse ist der russische Komponist und Visionär Alexander Skrjabin (1872-1915), welcher sich als  Messias sah, der im Feuer seiner Kunst das ganze Weltall verbrennen könnte.

Rezensionen:

Literaturhaus Wien Online Magazin

Wiener Zeitung

Literarische Welt

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Fixpoetry

 

Marina Zwetajewa, Liebesgedichte

In der von Ulla Hahn herausgegebenen Reihe sind soeben im Reclam Verlag frühe Liebesgedichte von Marina Zwetajewa erschienen. Der von Alexander Nitzberg übertragene Band enthält Verse, welche die russische Lyrikerin zwischen ihrem 16. und 24. Lebensjahr verfaßt hat. Der Großteil davon wird zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt.

 

Daniil-Charms-Edition

Die ab Herbst 2010 im Galiani Verlag Berlin erscheinende von Vladimir Glozer und Alexander Nitzberg herausgegebene Daniil-Charms-Edition in vier Bänden ist nun abgeschlossen. Der erste Band enthält die gesammelte Prosa, der zweite Band einen großen Teil des lyrischen Werks, der dritte die Dramen und Szenen  und der vierte Essays, Tagebücher und Briefe. Die Bände sind abwechselnd von Beate Rausch und Alexander Nitzberg übersetzt.

Hier einige Rezensionen:

Deutschlandradio Kultur

Neue Züricher Zeitung

Bayerischer Rundfunk

Wiener Zeitung

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Spiegel

Deutschlandradio Kultur (2)

Neues Deutschland

Russland heute

 

Ernst-Jandl-Poetikdozentur Wien

2010 wurde in Zusammenarbeit zwischen der Universität Wien und der Alten Schmiede erstmalig die Ernst-Jandl-Poetikdozentur etabliert. Alexander Nitzberg durfte den Anfang machen und hielt unter dem Gesamttitel “Mnemosyne und Mnemotechnik” zwischen Mai und Juni 2010 zwei Vorlesungen und ein Konversatorium zur Poetik.

 

Fellowship-Stipendium

Alexander Nitzberg erhielt bis Ende des Jahres 2009 das Fellowship-Stipendium der Stiftung Insel Hombroich und war Gast auf der Raketenstation.

 

Buch des Monats, September 2009

Viktor Hofmanns Erzählungen “Lüge”, die in der Übersetzung von Alexander Nitzberg beim jungen Düsseldorfer Verlag Lilienfeld erschienen sind, wurden von der Darmstädter Jury zum Buch des Monats, September 2009 gewählt.

 

Alexander Nitzberg übersetzt Daniil Charms

In  Zusammenarbeit mit Andreas Tretner und dem Illustrator Vitali Konstantinov ist im Bloomsbury Verlag  das Buch von Daniil Charms “Seltsame Seiten” erschienen. Der Band stellt zum ersten Mal in deutscher Sprache eine große Auswahl seiner Kindergedichte und -Geschichten  vor. Der Akzent der Übertragung liegt auf  der Sinnlichkeit und der Sprachartistik. Somit wird der Dichter in seinem ureigensten, aber hierzulande immer noch viel zu wenig bekannten Element vorgestellt.

 

Viktor Hofmann: Lüge. Die Erzählungen

Das gesamte Prosawerk Viktor Hofmanns, eines legendären  russischen Symbolisten, erscheint zum ersten Mal auf Deutsch in einer Übersetzung von Alexander Nitzberg im Lilienfeld Verlag. Damit wird ein vergessener Klassiker der Moderne auch im Lande seiner Vorfahren entdeckt.

Hier bereits einige Rezensionen:

Spiegel Online

Deutschlandradio

Neue Züricher Zeitung

ORF

Carpe Pagina

 

Hugo-Ball-Förderpreis 2008

Die Stadt Pirmasens verleiht Alexander Nitzberg den Förderpreis zum Hugo-Ball-Preis. Der Hauptpreis geht an Max Goldt.

 

Sonette von Edmund Spenser

Zum ersten Mal in deutscher Sprache ist nun das gesamte Sonettwerk des großen Elisabethaners in der Übertragung von Alexander Nitzberg beim Verlag Jung und Jung in Salzburg erschienen.

 

Alexander Nitzbergs Poetik

erschienen bei DuMont

Der Band “Lyrik Baukasten” verfolgt alle relevanten Schritte der Gedichtgenese und ist ein professionelles Lyriklehrbuch, das Dichtung nicht als Selbsterfahrung oder -befreiung, sondern als komplexen gestalterischen Prozeß im Kontext der Weltliteratur betrachtet. Zu den besprochenen Themen gehören: Klang, Bild, Stil, Komposition und Rezitation.

 

Leseprobe

Wie entsteht ein Gedicht? Aus einer abstrakten Idee heraus. Warum muß sie unbedingt abstrakt sein? Weil ein konkreter Gegenstand nicht ohne weiteres in die Materie der Sprache überführbar ist. Das heißt, der Dichter kann mit einem solchen zwar beginnen, müßte ihn jedoch vorher in umgekehrter Weise auf das ihm zugrunde liegende geistige Prinzip zurückführen, ihn gleichsam auflösen. Damit hat er eine Urzelle, die noch keinerlei Charakter besitzt, als Ausgangspunkt.

Der Prozeß, der nun einsetzt, ähnelt stark der Züchtung von Kristallen: Das »lyrische Ich« fungiert dabei als Prisma, das die Idee anpeilt. Diese strahlt, von ihm gebrochen, auf die sprachliche Substanz des Dichters ein und wird zu einem Thema verwandelt. Im Thema ist die Idee bereits greifbarer geworden, und jetzt entscheidet sich, ob es dazu geeignet ist, den Dichter für eine weitere Arbeit mit ihm zu faszinieren. Ist die Faszination groß genug, reagiert als erste die phonetische Seite der Sprache, die dumpfe Klangmasse. Vom »lyrischen Ich« überwacht, versuchen einzelne Laute, dem Thema zu entsprechen und ordnen sich in kleine rhythmische Grüppchen nach erkennbarem Muster an. Einzelne Vokale und Konsonanten werden im Verlauf verworfen, andere geraten dagegen in das nähere Blickfeld des Lyrikers, der hinter ihnen allmählich einzelne, elliptische Wörter heraushört. Die klanglich-rhythmische Analogie führt zur stilistischen: Wie zuvor die Laute, werden nun die Wörter daraufhin überprüft, ob sie dem Ausgangsthema angemessen sind und wieder einmal gefiltert und sortiert. Sie beginnen, aus sich heraus zu sprechen, treten miteinander in Beziehung, fügen sich zu bruchstückhaften Sätzen. Die komplexen, noch unsichtbaren Korrespondenzen zwischen ihnen werden vom Poeten sichtbar gemacht und mutieren zu einem Bild. Während dieses ganzen Vorgangs verfestigt sich die Materie zusehends, nimmt mehr und mehr Gestalt an. Das »lyrische Ich«, das Prisma, verleiht ihr immer schärfere, geometrische Konturen, die ebenfalls in einem Verhältnis zum Thema stehen. Die anfänglich noch formlose Flüssigkeit gerinnt am Ende zu einem Kristall – einem schönen Gegenstand aus Sprache. Er ist durchsichtig, luzide und doch hart und stabil. Statisch und doch voller Spannung und Energie. In all seinen Proportionen herrscht eine große Klarheit, und doch ist er vom Schimmer des Geheimnisses umgeben. Und bei all seiner Perfektion weist er Risse auf – groß genug, um bemerkt zu werden, klein genug, um die Harmonie des Kunstwerks nicht zu zerstören. In diesem organisch gewachsenen Objekt ist die abstrakte Idee konkret und sinnlich geworden. Inspiration und Fleiß, geistiger Gehalt und Handwerk, Freiheit und Gesetz begegnen sich und verschmelzen miteinander.

 

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